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Unser Sommer in Büchern

Bücher. Anders als man erwarten würde, bleibt Lesen weiterhin bei Jugendlichen beliebt. Rund 37% der Jugendlichen greifen zu physischen Büchern.

Die Urlaubszeit ist die perfekte Zeit zum Lesen; ob im Zug, im Park oder im Hotel – ein Buch kann eine Reise viel spannender machen. In diesem Beitrag erfahrt ihr von den Büchern, die unseren Sommer geprägt haben:

☆ Adinas Sommer Bücher ☆

Mr. Capri-Sun: die Autobiographie von Dr. Hans-Peter Wild (deutsch)

In dieser Autobiographie erzählt der Unternehmer Dr. Hans-Peter Wild unter anderem von der Entstehungsgeschichte des Capri-Sun Imperiums und den verschiedenen Marketingstrategien die Capri-Sonne benutzt. 

Ich bin ein großer Fan von Autobiographien, da ich es faszinierend finde, die Lebensgeschichten von anderen Menschen zu lesen. Jeder ist verschieden konstruiert und wird von anderen Dingen beeinflusst. Capri-Sonne war schon immer Teil meines Lebens und zu sehen wie viel Historie ein kleines Saftpäckchen mit sich bringt, ist verrückt.

Der Autor benutzt viele Fachbegriffe aus dem Marketingbereich und erzählt sehr ausführlich über seine Kindheit – manche Erinnerungen werden über viele Seiten beschrieben, was ich als Leserin als unangenehm empfand. Interessant fand ich wiederum, dass Dr. Wild ausführlich auf Erfolgsstrategien eingeht, und wie die Grundeinstellung und Mentalität eines Menschen das Handeln verändern können.

The Wild Party von Joseph Moncure March, illustriert von Art Spiegelman (engl.)

Bei diesem Werk handelt es sich um ein Gedicht in Buchlänge, das von einer wilden Party mit einem tragischen Ende berichtet. Geschrieben wurde das Werk von Joseph Moncure March im Jahre 1926. Wegen kontroverser Themen, welche das Buch behandelt, galt es sehr lange als verboten, weshalb es später noch mehr Aufsehen erlangte.

Gekauft habe ich das Buch, da ich „Maus“ von Art Spiegelman gelesen hatte und ich mehr von seinen Illustrationen sehen wollte. Außerdem finde ich es wichtig sich an Genres zu probieren, die man üblicherweise nicht liest. 

Die Illustrationen haben das Buch definitiv sehenswerter gemacht, jedoch mag ich Gedichte nicht. Deshalb empfehle ich das Buch nicht weiter.

To kill a Mockingbird von Harper Lee, illustriert von Fred Fordman (engl.)

Ein weiterer Graphic Novel, da ich Graphic Novels gerne lese. Die weltbekannte fiktionale Geschichte „To Kill A Mockingbird“ von Harper Lee dreht sich um den weißen Anwalt, Atticus Finch, der den zu Unrecht verurteilten schwarzen Mann, Tom Robinson, in einem Fall vor Gericht vertritt. Die Geschichte spielt in den 1960er-Jahren in den USA. 

Ich besitze beide: die illustrierte Version und die geschriebene Version des Buches und habe mich entschieden, die illustrierte Version zuerst zu lesen, da ich fiktionale Geschichten nicht gerne lese. Das Buch ist unglaublich gut illustriert, und auch die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

Ich würde diese illustrierte Version jedem, der sich für Graphic Novels interessiert weiterempfehlen, da sie sich sehr nah an den Originaltext hält. Eine illustrierte Version einer Geschichte ist eine gute Art sich eine fiktionale Geschichte besser vorzustellen. Ich war von der Geschichte und davon, wie gut sie mir gefallen hat, positiv überrascht.   

The loneliness of the long-distance Cartoonist von Adrian Tomine (engl.)

Das Buch ist eine Sammlung von kurzen Comics aus dem Leben von Adrian Tomine.

Weder kannte ich den Künstler, noch wusste ich worum, es in dem Buch geht. Angesprochen hat mich das äußere Layout. Das Buch sieht von außen aus wie ein Skizzenbuch, das man überall mit sich herumträgt. Und so hat es sich auch angefühlt beim Lesen. Jede Seite aufs Neue war es so als ob ich in das Sketchbook des Künstlers schaue. Die Ästhetik davon hat mir gut gefallen.

Die Comics waren witzig, ehrlich und sympathisch. Setzt man sich gemütlich in die Sonne, ist das Buch innerhalb von zwei bis vier Stunden fertig gelesen.

The Age of AI von H. Kissinger, E. Schmidt und D. Huttenlocher (engl.)

Sachbücher sind mein Lieblingsgenre bei Büchern, weshalb ich mich sehr darauf gefreut habe, dieses Buch zu lesen. Das Buch handelt von den Anfängen von Künstlicher Intelligenz und erklärt, welche Rolle Künstliche Intelligenz in unserem Zeitalter spielt. 

Ich würde behaupten, dass es eine gute Ressource bietet, um ein Grundverständnis von KI zu bekommen, da es, obwohl Fachsprache benutzt wird, sehr verständlich erklärt ist. Die Schlussfolgerungen, die gezogen werden, und die Kenntnisse, die die Autoren gewinnen, sind keine schockierenden Erkenntnisse. Vielmehr sind es Sachen, die man in unserem Zeitalter fast schon täglich in den Nachrichten hört.

Eine faszinierende Wortwahl hat dafür gesorgt, dass ich mich beim Lesen nicht gelangweilt gefühlt habe. 

Frontcover von How to be perfect von Michael schur

How to be Perfect von Michael Schur (engl.)

Das Beste kommt zum Schluss. 

Diesen Sommer war „How to be Perfect“ vom amerikanischen Autor Michael Schur mein Lieblingsbuch. Gekauft habe ich es, da ich ein großer Fan von den Serien bin, an denen Michael Schur mitgearbeitet hat. Darunter „The Good Place“, „Brooklyn 99“ und natürlich „The Office“ (US).

Für „The Good Place“ hat Michael Schur sich sehr viel mit den Themen Philosophie, Moral und Ethik auseinandergesetzt. Diese erklärt er ausführlich und anhand realer Situationen sehr verständlich. Auch erzählt er von seinen Gedankenprozessen und seiner Arbeit beim Schreiben von verschiedenen Serien. Solche Behind-the-Scenes-Einblicke mag ich sehr. 

Obwohl sich der Anfang etwas in die Länge gezogen hat, kann ich das Buch jedem empfehlen der den Sitcom-Humor mag oder eine einfache, neuzeitige Einführung in das Thema Philosophie braucht.

☆ Deena’s Sommer Bücher ☆

8.5/10 – Wenn plötzlich die Angst kommt ist ein Ratgeber, der versucht Betroffenen von Panikattacken und Angststörungen auf ihrer Reise durchs Leben Abhilfe zu schaffen. 

 
Der Autor Roger Baker hatte zu der Zeit der Veröffentlichung des Buches bereits 15 Jahre lang als Therapeut gearbeitet, eine Profession, in der er Patienten, mit den zuvor genannten Problemen beraten hat. Demnach besitzt er definitiv die Expertise, um so ein Ratgeber zu schreiben. Ich muss jedoch zugeben, dass Baker an manchen Stellen eine sehr alte Ausdrucksweise hat. Nicht veraltet, bloß alt. Was für jüngere Lesende ein wenig irritierend sein könnte.
 
Das Buch versucht auszulegen, woher plötzliche, vermeintlich unerklärliche Ängste herkommen und wie man mit diesen umgehen kann. Baker arbeitet auch verschiedene Gedanken und Sorgen auf, die Menschen mit Panikattacken und Angststörungen haben und ordnet sie entsprechend ein. Demnach ist das Buch nicht nur eine gute Ressource für Betroffene selbst, sondern auch für Menschen, die nicht mehr als einen Einblick in das Thema kriegen wollen.
 
Das Buch ist sehr interessant und persönlich würde ich es definitiv weiterempfehlen.

4/10 – Life is Strange ist eine Comicbuchreihe, die aus sechs Volumes besteht, wovon ich diesen Sommer die ersten zwei Stück gelesen habe. Das Fünfte hatte ich auch vorzeitig angefangen, weil ich es zufällig zur Hand hatte und mir selbst nicht helfen konnte, als etwas vorzuspringen. Falls du jedoch Spoiler (für die Life is Strange Comics als auch die Videospiele) vermeiden willst, solltest du dieses Review lieber skippen.

Die Comics sind eine Fortsetzung des gleichnamigen Videospiels, das die Protagonistin Max Caulfield verfolgt. Die junge Fotografin kehrt in ihre Heimatstadt Arcadia Bay zurück und verbindet sich wieder mit ihrer alten, besten Freundin Chloe Price. Zusammen entdecken die Zwei, dass Max die Zeit zurück spulen kann und entlarven mit der Hilfe dieser supernatürlichen Kraft die dunklen Geheimnisse, die in der Bucht verborgen liegen. Unter anderem finden sie heraus, dass die vermisste Rachel Amber, mit der Chloe zuvor eine romantische Beziehung hatte, tot ist, dass Chloe das gleiche Ende getroffen hätte, wenn Max nicht die Zeit zurückgedreht hätte, um sie zu retten und, dass die Überbeanspruchung von Max’ Kraft zu Naturkatastrophen führt. All dies kulminiert am Ende der Geschichte in der Form eines riesigen Tornados, der Arcadia Bay zerstören wird, und Chloe versucht, Max zu ermutigen, ein letztes Mal in der Zeit zurückzureisen, um zu verhindern, dass sie diese Kräfte erlernt. Max ist zögerlich, weil dies direkt zu Chloes Tod führen würde, aber letztendlich liegt es an der Spieler*in, zu wählen, was als Nächstes zu tun ist. Egal, ob man die Arcadia Bay oder Chloe opfert, ist das Ende unfassbar emotional aufgeladen.

Allerdings führt es auch zu einigen Problemen, wenn jemand eine Fortsetzung schreiben möchte. Zum einen arbeiten wir mit zwei verschiedenen Enden, die wir fortsetzen könnten. Falls man sich gezielt auf nur ein Ende bezieht, bedeutet das, auf bestimmte Elemente der „Life is Strange“- Experience zu verzichten. Entweder gibst du das ikonische Setting auf, oder, eine Hälfte unseres dynamischen Duos.

Die Autorin der Comics, Emma Vieceli, hatte eine interessante Vorgehensweise, um diesen Problemen zu entgehen: In den Comics existieren beide Enden parallel zueinander in unterschiedlichen Universen und Max bewegt sich zwischen diesen zwei Dimensionen. Dies ermöglicht es uns, Arcadia Bay und Chloe Price gleichzeitig in der Fortsetzung zu haben. Aber Chloe ist nicht die Einzige, die von den Toten zurückgekehrt ist: Rachel Amber ist in einer der Dimensionen lebendig und begleitet unsere Mädchen auf ihrem übernatürlichen Abenteuer. Rachel Amber war lange tot, bevor die ursprüngliche Geschichte überhaupt begann, aber ihre anhaltende, fast geisterhafte Präsenz in den Spielen weckte das Interesse vieler Fans an ihrer Figur. Während dies den Autoren die Möglichkeit gibt, ihren Charakter endlich weiter zu erkunden, dient es auch als sehr offensichtlicher Fan-Service.

Also, die Comics befassen sich mit den zwei ursprünglichen Enden, indem sie die ganze Sache komplett umgehen, damit sie all die guten Aspekte von beiden Enden haben können. Aber man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Die Comicbücher nehmen die ursprüngliche Emotion und Bedeutung aus dem Ende des Videospiels, indem sie Max die schwierige Entscheidung (und die Konsequenzen) ersparen.

Wenn man das Retconning des Endes, die Wiederauferstehung eines Fan-Favoriten und die romantische Spannung zwischen dem Trio alle zusammen betrachtet, dann schauen die Comics sehr stark nach Fanfiction aus. Sie nehmen bestimmte Teile der ursprünglichen Geschichte, während andere Aspekte weggelassen werden, damit sie eine Fortsetzung schreiben können, während sie so wenig Risiko wie möglich eingehen. Aber das Ignorieren der beiden möglichen Enden ist lediglich eine von vielen Wegen, in welchen die Comics die Kanten von Life is Strange abschleifen. Im Gegensatz zu den Spielen gibt es in den Comicbüchern keine interessante Auseinandersetzung mit schwierigen Themen.

Allerdings bin ich mit der Buchreihe noch nicht fertig, also versuche ich offen zu der Möglichkeit zu sein, dass die späteren Bücher interessanter werden. Also betrachte dieses Review nicht als eine endgültige Bewertung der Reihe, sondern eher als einen ersten Eindruck der Bücher.

Um am Rande noch etwas Positives zu erwähnen: Claudia Leonardi und Andrea Izzo haben die Comics wunderschön illustriert.

5.7/10 – The Little Book of Folklore von Kitty Greenbrown ist eine Ansammlung alter Mythen aus Irland und England.

Die Geschichten selbst sind sehr kreativ und werden an manchen Stellen schon fast surreal. Jedoch führt das Framing des Buches die Lesenden gut durch den Inhalt, ohne zu weiterer Verwirrung zu führen. Ein gutes Beispiel lässt sich später im Buch finden, als von der Figur Morgana, aus der Legende von König Artus, geredet wurde. Statt von den verschiedenen, teilweise widersprüchlichen, Legenden zu erzählen hat die Autorin im Rahmen einer Info-Box die Bedeutung von Morgana erklärt und wieso sie je nach Erzählung wie eine unterschiedliche Figur wirkt.
 
Das Buch hält sich an vielen Stellen auch sehr knapp. Bei zirka 35 Geschichten, aufgeteilt auf 125 Seiten, darf man also nicht erwarten, dass alle Komplexitäten dieser Legende aufgearbeitet werden. Es ist aber definitiv angenehm eine Ansammlung an Kurzgeschichten zu lesen, nachdem man mehrere lange Romane hinter sich hat. Ein kleines Büchlein fungiert demnach als ein gutes Debriefing.
 
Einen tiefen Einblick in irische oder englische Mythologie wird man durch dieses kleine Büchlein zwar nicht kriegen, aber für jemanden, der neu in diese Thematik eintauchen will, kann es definitiv nützlich sein, um einen Überblick zu bekommen.
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Quellen:
 
 
 
 
☆Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Beitrag!☆

Autor:innen

  • Adina

    Hi, ich bin Adina von JUMA. Ich komme aus dem Stadtteil Groß-Gerau Nord. Für meine Zukunft wünsche ich mir, viele Erfahrungen sammeln zu können und viel Spaß zu haben. JUMA bedeutet für mich eine schöne Zeit mit tollen, kreativen Köpfen.

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  • Deena

    Auf JUMA22 will ich unsere Leserinnen informieren, unterhalten und dazu animieren, meine Lieblingsfilme zu schauen.

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